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Die Pantherschildkröte
(Geochelone pardalis, BELL 1828)
SIGS-Merkblatt Nr. 15
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Ordnung: |
Halsberger (Cryptodira) |
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Familie: |
Landschildkröten (Testudinidae)
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Gattung: |
Geochelone
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Erwachsenes Männchen (Geochelone pardalis).
Foto: Urs Jost
Die Pantherschildkröte (Geochelone pardalis) ist nach der Spornschildkröte
(Geochelone sulcata) die zweitgrösste Landschildkrötenart auf dem afrikanischen
Festland. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich südlich der Sahara an der Ostküste
des afrikanischen Kontinents, vom Süden des Sudans und Äthiopiens bis in die Kapprovinz
in Südafrika. Ihre deutsche Bezeichnung erhielt die Pantherschildkröte aufgrund
ihrer Fleckenzeichnung auf dem Rückenpanzer, die an einen Leoparden erinnert. Die
Vermehrung dieser Schildkrötenart in menschlicher Obhut gelingt mittlerweile recht
häufig. Wegen ihrer Grösse und ihrem hohen Temperaturbedürfnis will die Haltung
dieser sympathischen Schildkröte genau überlegt sein.
Artenschutzstatus
Liste 2 des Washingtoner Artenschutzabkommens.
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Die Pantherschildkröte ist ein typischer Savannenbewohner. Schattenspendende Buschbestände
sind lebensnotwenig für ihr Biotop. Das riesige Verbreitungsgebiet erstreckt sich
über die Halbwüsten Südafrikas und Namibias mit jährlichen Niederschlägen von nur
100 mm bis in relativ regenreiche Gebiete mit Niederschlägen bis 1400 mm pro Jahr.

Adultes Männchen in Kenia, Masai Mara Nationalpark.
Fotos: Urs Jost

Haltung
Zur artgerechten Haltung von Pantherschildkröten ist eine grosszügige Freilandanlage
mit einem beheizten Gewächshaus oder mindestens einem sehr geräumigen, beheizten
Frühbeetkasten erforderlich. Im Winter brauchen Pantherschildkröten ein grosses
Innengehege mit entsprechender Beleuchtung und Feuchtigkeit. So kann im Innengehege
die heisse, eher trockene und im Sommer im Freilandgehege die eher feuchtere und
kühlere Jahreszeit simuliert werden. Die Temperaturen sollen 28 - 30 °C erreichen
und lokal unter einem Wärmestrahler bis 45 °C betragen. Nachts ist eine Abkühlung
auf 18 - 20 °C notwendig, um den natürlichen Temperaturunterschieden gerecht zu
werden. Die hohen lokalen Tagestemperaturen müssen das ganze Jahr über erreicht
werden können. Als Bodengrund im Innengehege eignet sich ein Erde-Sandgemisch.
Das Aussengehege muss stark besonnte Stellen sowie Schatten- und Versteckplätze
aufweisen. Die natürliche Grasvegetation wird von den Tieren selbständig abgeweidet.
Bei einem genügend grossen Aussengehege wächst das Gras nach, und den Tieren muss
kein zusätzliches Futter verabreicht werden.
Fütterung
Die Pantherschildkröte lebt in mehrheitlich trockenem Grasland (Savanne). Zum Teil
hat der Lebensraum Halbwüstencharakter. Die Vegetation und damit auch das Futterangebot
bestehen vorwiegend aus rohfaserreichen Gräsern, trockenen Blättern und Sukkulenten.
Während der Sommermonate ernähren sich die Pantherschildkröten vom Gras und den
Wiesenkräutern im Freilandgehege. Die Tiere weiden vor allem das kurze, frisch nachwachsende
Gras "rasenmäherartig" ab.
Gelegentliche Gaben von Kalzium in Form von Sepia- oder Eierschalen ergänzen das
Futterangebot. Im Freilandgehege steht immer eine Schale mit frischem Wasser als
Tränke zur Verfügung.
Im Winter genügt ein tägliches Angebot an qualitativ einwandfreiem Heu und das Zufüttern
von Grünfutter in Form von gut gewaschenem Endivien-, Eisberg- oder Chicoreesalat
alle 2-3 Tage.
Haben Sie gewusst,
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dass die grösste bekannte Pantherschildkröte 70,5 cm lang und 48,64 kg schwer war?
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dass die längste bekannte Inkubationszeit bei einem Gelege der Pantherschildkröte
festgestellt wurde? Sie betrug 540 Tage.
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dass in afrikanischen Hochlandsavannen die Pantherschildkröte bis auf einer Höhe
von 2900 m ü.M. gefunden wurde?
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Adultes Weibchen, Kenia.
Foto: Urs Jost
Vermehrung
Paarungen finden das ganze Jahr über statt. Eine intensive Paarungsaktivität kann
aber vor allem im Hochsommer bei hohen Temperaturen beobachtet werden. Nach dem
Umsetzen vom Aussen- ins Innengehege sind die Tiere paarungsaktiver. Das Werbeverhalten
kann im Vergleich zum Beispiel mit Griechischen Landschildkröten als sanft bezeichnet
werden. Eiablagen von 8 bis 20 Eiern erfolgen meistens in 3 bis 4 Gelegen von Ende
August bis Januar.

Schlupf von Geochelone pardalis.
Foto: Urs Jost
Krankheiten
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Eine zu üppige Ernährung führt zu Verfettung und zu Höckerbildung oder Erweichung
des Rückenpanzers.
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Ausschliesslich rohfaserreiche und eiweissarme Fütterung verhindert eine ernährungsbedingte
Erkrankung.
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Pantherschildkröten können Träger von Herpesviren sein. Sollen fremde Tiere einem
Bestand zugefügt werden, sind sie unbedingt serologisch (Antikörper) zu untersuchen.
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Aufzucht
Die Brutdauer bei der Pantherschildkröte kann je nach Inkubationstemperatur und
Feuchtigkeit zwischen 110 und 450 Tage dauern. Es ist sogar ein Rekordwert von 540
Tagen bekannt. Bei einer mehr oder weniger konstanten Bruttemperatur von 30 - 32
°C schlüpfen die Jungtiere nach 120 bis 150 Tagen.
Die Haltung und die Ernährung der Jungtiere erfolgen unter den gleichen Bedingungen
wie bei den Erwachsenen. Einzig der Bodengrund sollte bei den Jungtieren mindestens
teilweise feuchter gehalten werden als bei den ausgewachsenen Tieren.

6 Monate altes Jungtier von Geochelone pardalis.
Foto: Urs Jost
Wichtiges in
Kürze
Vorkommen
Sudan, Äthiopien, Dschibuti, Somalia, Kenia, Sambia, Malawi, Mosambik, Botswana,
Südafrika, Namibia, Angola

Quelle: ETI-Expert Center for Taxonomic Identification, Amsterdam,
CD-ROM "Turtles of the World",
Grösse:
Gewicht: max. 47 kg.
Länge: bis 70 cm, meistens 45 bis 50 cm.
Besondere Merkmale:
Haut: gelb bis braun, kegelförmiger Sporn an Hinterschenkeln
Panzer: stark gewölbt, Wirbelschilder oft kegelförmig erhöht
Schwanz: ohne Hornnagel
Ernährung:
Pflanzlich, viel Heu
Wasser alle 2 bis 3 Tage anbieten
Unterarten:
- Geochelone pardalis pardalis
- Geochelone pardalis babcocki
Bebrütung:
Temperatur: 28° - 32° C.
Feuchtigkeit: 60 - 80 %
Dauer: 110 - 250 Tage (Rekord 540 Tage)

Bauchansicht Männchen
Fotos: Urs Jost |

Bauchansicht Weibchen
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Verfasser: Urs Jost
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Copyright
2012, SIGS |
Webmaster: Stefan Kundert |
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Veranstaltungshinweise:
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Sektion Zentralschweiz:
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23.05.2012
10:00
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Weltschildkrötentag, Tag der offenen Türe in der Auffangstation Büron.
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Roger Limacher
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Auffangstation Büron
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Sektion Zentralschweiz:
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23.05.2012
10:00
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Tag der offenen Türe in der Auffangstation Büron
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Roger Limacher
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Gallussteigerstrasse, 6233 Büron
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IG Schildkrötenfreunde Aargau:
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31.05.2012
20:00
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Land- und Wasserschildkröten-Anlagen vorgestellt von Mitgliedern der Sektion.
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Restaurant Seeblick, 5706 Boniswil
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Schildkrötenfreunde Schaffhausen-Winterthur SFSW:
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01.06.2012
18:00
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Führung in der Kräuter-Gärtnerei.
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Alice Thalmann
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Frei Weinlandstauden AG, Breitestrasse 5, 8465 Wildensbuch ZH.
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Section Estromandie:
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02.06.2012
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Jardin botanique de Fribourg.
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Schildkrötenfreunde Schaffhausen-Winterthur SFSW:
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10.06.2012
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Führung im Hochmoor Rothenthurm SZ
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Rothenthurm SZ
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Sektion Bern:
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13.06.2012
19:30
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Verbreitung, Unterarten, Lebensweise, Haltung und Nachzucht der Maurischen Landschildkröte (Testudo graeca).
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Rolf Berglas
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Restaurant Kreuz, Bernstrasse 157, 3052 Zollikofen
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Schildkrötenfreunde Mittellland:
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14.06.2012
19:30
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Thema wird noch bekanntgegeben.
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Piero Godenzi
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Hotel Krone, Bahnhofstr. 52, 4663 Aarburg
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Details zu den Veranstaltungen...
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