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Was ist los im Centro Carapax?
Text und Bilder: Hans Peter Schaffner
Während der Sommermonate herrscht emsiges Treiben auf dem Gelände des Europäischen
Zentrums zum Schutz, der Erforschung und der Zucht von Schildkröten aus dem Mittelmeerraum.
Neugierige Touristen versuchen Land - oder Sumpfschildkröten zu erspähen. Dies ist
bei den hochsommerlichen Temperaturen nicht einfach, denn während dieser Zeit sind
die Schildkröten vor allem am Morgen und in den Abendstunden unterwegs. Viele von
Ihnen zeigen sich während Tagen oder Wochen gar nicht. Sie haben sich im Wurzelwerk
von Sträuchern vergraben und machen eine Sommerruhe. Exotische Reptilien, alles
konfiszierte Tiere aus illegalen Importen, sind aktiver und jene, die in Terrarien
leben, sind einfacher zu beobachten. Die Esel einer vom Aussterben bedrohten Haustierrasse
und die Störche aus dem Wiederansiedlungsprojekt sind Attraktionen, die bei jedem
Wetter zu beobachten sind.
Ausgerechnet während dieser Zeit fahren die Kontrollorgane der Forstverwaltung,
die auch Aufgaben der Umweltpolizei übernehmen und Beamte der CITES (Convention
on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) mit einem
Grossaufgebot mehr als einmal vor. Sie wollen den Bestand der Reptilien kontrollieren
und feststellen, ob für alle Haltebewilligungen vorliegen. Es geht vor allem um
in Italien verbotene Tiere, weil sie als gefährlich eingestuft sind. Bei den Schildkröten
sind dies unter anderem die Schnappschildkröte (Chelydre serpentina), die Alligatorschildkröte (Macroclemys temminkii), sowie erstaunlicherweise die Bachschildkröte (Mauremys caspica).
Auch viele durch die CITES im Anhang B geschützten Schildkröten werden kontrolliert.
Dies ist bei den herrschenden Temperaturen bei einigen Arten nicht möglich und bringt
anderen unnötigen und gefährlichen Stress. Das Unverständliche an der ganzen Aktion
ist nicht nur die ungünstige Jahreszeit, sondern vor allem der Umstand, dass die
meisten Tiere von der Forstverwaltung selber ins Centro Carapax gebracht wurden.
Aus Tierschutzgründen fühlen sich die Verantwortlichen des Centro verpflichtet,
diese Tier aufzunehmen und wo nötig zu verarzten.
Die Forstverwaltung schickt zwar die Tiere und freut sich über positive Berichte
in der Presse, wenn z.B. wieder eine illegal ausgesetzte Schnappschildkröte der
Natur entnommen werden konnte. Finanzielle Unterstützung für die Unterbringung und
Pflege erhält das Centro allerdings von den Behörden keine. Viele der Tiere leben
schon seit jenen Zeiten im Centro, als sie noch nicht durch die CITES geschützt
waren. Die wiederholten Aufforderungen, die Situation mit den Haltebewilligungen
zu klären, wurden von den italienischen Ämtern bisher nicht beantwortet. Umso stossender
ist es, wenn jetzt durch die selben Behörden, die diese Situation verursacht haben,
auch alle Räume, Schränke, Dateien und Computer wie bei einer Razzia gegen die Mafia
untersucht werden. Skandalös ist auch die Art und Weise, wie die freiwilligen Helferinnen
und Helfer behandelt werden. Kein Wunder, dass Leute, die im Europäischen Austauschprogramm
für mehrere Monate im Centro arbeiten wollten, unter diesen Umständen Italien den
Rücken kehren und sich verabschieden. Dies kann aber eine Katastrophe für die Tiere
werden. Wer füttert jetzt, wechselt das Wasser und überwacht Pflegebedürftige? Durch
die ganzen Aktionen werden auch die Festangestellten bei ihren täglichen Pflichten
behindert. Das bedeutet Einbusse an der Qualität der Pflegemassnahmen. Die Leidtragenden
sind die Tiere und alle, die versuchen mit enormer Zusatzarbeit das Schlimmste zu
verhindern. Die ganze Aktion ist eher eine Schikane und nicht die Ausübung einer
Pflicht, die Ordnung in die Haltung von gefährlichen und geschützten Tieren bringt.
Ist es den örtlichen Politikern ein Dorn im Auge, dass sich das bescheidene Centro
Carapax, das vor 18 Jahren gegründet wurde, zur grössten Touristenattraktion der
Region entwickelt hat? Möchten sie die Gründer und Betreiber des Centro los werden
und den Anlage übernehmen? Wenn ja, dann kann das sicher nicht zum Wohl der Schildkröten
und anderer bedrohter Tiere sein. Freiwillige Helfer sind im Centro Carapax jederzeit
willkommen. Die Schildkröten und die Betreuer würden sich freuen!
www.carapax.it
oder
www.carapax.org.
Auch Anmeldungen auf Deutsch
werden verstanden.
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Copyright
2012, SIGS |
Webmaster: Stefan Kundert |
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Veranstaltungshinweise:
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Sektion Bern:
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08.02.2012
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Generalversammlung mit einem bebilderten Rückblick.
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Sektion Ostschweiz:
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17.02.2012
20:00
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Lebensraum und Lebensweise der Griechischen Landschildkröte.
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Wolfgang Wegehaupt, Autor und Schildkrötenexperte
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Restaurant 'Zum alten Bahnhof', Herisauerstr. 32, 9200 Gossau
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IG Schildkrötenfreunde Aargau:
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23.02.2012
20:00
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Ein Volontariat bei den Meeresschildkröten in Costa Rica
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Michèle Lüscher
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Restaurant Seeblick, 5706 Boniswil
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Schildkrötenfreunde Schaffhausen-Winterthur SFSW:
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24.02.2012
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16. Generalversammlung
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Section Estromandie:
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24.02.2012
20:00
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Assemblée générale, Sortie d’hibernation
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Ancienne école, route de la Gare 27, 1786 Sugiez
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Sektion Zürisee:
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24.02.2012
20:00
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Reisevortrag über Costa-Rica, Landschaften und Tiere.
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Bea und Ernst Stübi
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Restaurant Krone, Feldbachstrasse 2, 8634 Hombrechtikon
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Sektion Zentralschweiz:
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29.02.2012
20:00
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Frühlingserwachen der Europäischen Landschildkröten
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Roger Limacher
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Restaurant Waldibrüggli, Waldibrücke, 6032 Emmen
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Schildkrötenfreunde Mittellland:
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01.03.2012
19:30
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Von Kapstadt bis Windhoek.
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Viktor Mislin
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Hotel Krone, Bahnhofstr. 52, 4663 Aarburg
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Details zu den Veranstaltungen...
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