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Gehegebau
Beispiel eines Schildkrötengeheges mit nur teilweise sichtbarer Umrandung
Text und Fotos von Thomas Bischof und Erika Christen, Oktober 2006
Für die Darstellung als Vollbild klicken Sie auf die Bilder.
Im Jahre 2004 konnten wir eine etwa 25 jährige Schildkröte übernehmen. Es stellte
sich natürlich die Frage des Baus eines Geheges. Damals musste alles schnell gehen
und so konstruierten wir zuerst ein Provisorium mit einer Einzäunung mit Holzlatten.
Dies klappte zwar ganz gut, war aber optisch nicht ideal. Auch der Untergrund mit
Gras und Erde war natürlich nicht optimal, da es sehr feucht war.
Im Winter 2005 gingen wir an den Bau des neuen Geheges. Die Idee war, einen Teil
der Umrandung tiefer zu legen, damit diese nicht so wuchtig wirkt. Gelöst haben
wir das Problem mit 20 cm hohen, roh gehauenen Steinblöcken in 2 Schichten. Es handelt
sich um Kalkstein aus Alpnach. Nur die oberen 20 cm sind von aussen sichtbar, die
unteren Blöcke reichen bis an das Niveau der Umgebung.
Nach Aushub der Grasnarben, der Vertiefung des Randbereiches und Vormodellierung
der gesamten Fläche, gestalteten wir den Untergrund mit Wandkies mit etwa 4 bis
6 cm Dicke. Besser wäre, wie wir im Nachhinein wissen, 10 cm. Ein ca. 1 m2 grosser
Bereich wurde als Pflanzbereich frei belassen, um diesen später mit Wildkräutern
zu bepflanzen. Auf den verschiedenen Wegen und entlang der Umrandung kam noch eine
etwa 5 cm Schicht Netstalerkies hinzu, welches auch im Naturstrassenbau verwendet
wird.
Das Haus dient einerseits als Schutz und Schlafplatz im Sommer. Im Dach ist ein
Baustrahler als Wärmequelle für die kühlen Tage installiert. Die Schildkröte überwintert
auch darin. Die Tiefe beträgt 60 cm, der Untergrund ist mit Rindermulch und Rinderhäcksel
aufgefüllt. Im Winter entfernen wir das Dach und füllen eine 80 cm dicke Schicht
Buchenlaub obenauf und bedecken das Ganze mit einem Gitter gegen allfällige Wildtiere.
Noch einige Impressionen.
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