Sektionen der SIGS
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Projekt Murcia
Schutz der Maurischen Landschildkröte (Testudo graeca) in Murcia, Spanien
Ausgangslage
Die in Südspanien beheimatete Maurische Landschildkröte (Testudo graeca)
hat ihren Lebensraum in der hügeligen, teils bergigen, halbwüstenartigen Landschaft
in der Provinz Murcia. Die Landschaft war geprägt von Olivenhainen, kleineren Getreidefeldern
und naturbelassenen Freiflächen. Die in dieser nicht gerade fruchtbaren Region betriebene
extensive Landwirtschaft ermöglichte ein Auskommen der ansässigen Bevölkerung im
Einklang mit der Natur. Die ursprünglichen Populationen der Maurischen Landschildkröte
konnten sich unter diesen Bedingungen halten.

Traditionelle, extensive Landwirtschaft in der Provinz Murcia.
Seit 1986 fördert die EU die Region durch Subventionen. Die Intensivierung der Landwirtschaft
brachte zahlreiche neue Strassen sowie Plantagenbetriebe, die unter Plastikfolie
Tomaten und Salat anbauen. In hügeligen Gebieten werden Oliven-, Mandel- und Zitrusplantagen
intensiv kultiviert. Der natürliche Lebensraum der Schildkröte wird Tag für Tag
mehr zerstört und dadurch die ursprünglichen Populationen dezimiert und zurückgedrängt.
Die Maurische Landschildkröte gilt in dieser Region als ausserordentlich stark gefährdet.

Lebensraum der Maurischen Landschildkröte (Testudo graeca) in
der Provinz Murcia.
Bedrohung der Maurischen Landschildkröte
Zusammenfassend können folgende Ursachen für die dramatische Bestandesabnahme der
Maurischen Landschildkröte in den letzten Jahren aufgeführt werden:
- Zerstörung des Lebensraumes durch intensive Landwirtschaft, speziell Gewächshäuser
- Zerschneidung des Lebensraumes durch Strassen und andere Infrastrukturen
- Absenkung des Grundwasserspiegels sowie Versalzung des Grundwassers aufgrund der
intensiven und wasserverbrauchenden Landwirtschaft
- Ausdehnung der Urbanisationen und Sportanlagen
- Illegale Entnahme / Verkauf von wildlebenden Exemplaren
- Waldbrände
- Verbreitung von Krankheiten durch das Aussetzen von Exemplaren, die in Gefangenschaft
gelebt haben und /oder anderer Schildkrötenarten
- Zerstörung der Eier /Jungtiere durch Wildschweine und Elstern

Die intensive Landwirtschaft mit "Plastik-Kulturen" berauben den Landschildkröten
ihre Lebensgrundlage.
Projekt "Tortuga mora"
Die Fundación Global Nature initiierte die Aktivitäten zum Schutz der Maurischen
Landschildkröte im Jahr 1994. Die langfristigen Ziele sind:
- Einrichten einen "Red de Reservas Biológicas" (= Netzwerk privater Naturschutzgebiete
für die Maurische Landschildkröte. Die Fundación startete dieses Netzwerk mit der
Finca "Ramblas de la Galera" mit 90 Hektar. Heute sind 49 Fincas mit insgesamt 4.000
Hektar in den Regionen Murcia und Almería angeschlossen. In den Gebieten ist die
Jagd verboten. Die Besitzer haben sich in einem Vertrag zum Schutz der Maurischen
Landschildkröte und zur Umsetzung von Massnahmen für die Verbesserung des Lebensraumes
verpflichtet. Alle Gebiete sind als "Reserva Privada" ausgewiesen und werden von
der Umweltpatrouille der Guardia Civil kontrolliert.
- Verbesserung des Lebensraumes für die Maurische Landschildkröte und andere Tierarten
durch die Förderung der extensiven Landwirtschaft (u.a. Instandsetzung von Terrassen),
Verbesserung der Bodenqualität und Nahrungsquellen durch den Anbau von Hülsenfrüchten
und Getreide, Massnahmen gegen Erosion, Einrichten kleiner Teiche, Einrichten und
Pflege von Feuerschneisen, etc
- Information und Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung durch Broschüren, Umweltbildung
in Schulen, Freizeitaktivitäten mit Kindern und Jugendlichen, Vorträge, Ausstellungen,
Fachgespräche mit Landwirten und Jägern.
- Wissenschaftliche Begleitung durch Studien und Inventare über Fauna und Flora

Finca "Cumbres de la Galera" mit der biologischen Station "Cortija de
la Tortuga
Mora". Auf dem Gebiet dieser Finca (70 ha) leben mehr als hundert Landschildkröten.
Massnahmen in 2003
- Umweltbildung:
25 Vorträge mit Dias und interaktiven Aspekten in den Schulen der Region, Infozentren
für Frauen und Lokalen für Rentner und Pensionisten
- Habitatschutz (Finca Rambla y Galera):
Aussaat von Weizen, Gerste und Hülsenfrüchten in kleinen Parzellen (insgesamt ca.
1 Hektar) um das Nahrungsangebot für die Maurische Landschildkröte zu verbessern.
Aufforsten von kleinen Parzellen mit heimischen Bäumen und Büschen zur Diversifizierung
des Lebensraumes. Pflanzung von 300 Pinien (Pinus halepensis), 200 Mastrixsträuchern
(Pistacia lentiscus), 200 Atriplex halimus und 100 Zistrosen (Cistus sps.). Bepflanzen
von kleinen Parzellen (50 x 100 Meter) mit Opuntien (Opuntia sps) und Agaven (Agave
sp.) als natürliche Rückzugsgebiete (Refugien) für die Maurische Landschildkröte
Konstruktion von vier Teichen mit einem Volumen von 300 bis 5'000 Liter Wasser als
Wasserstellen für die Maurische Landschildkröte und andere Tierarten. Die Teiche
werden ganzjährig mit Wasser gefüllt.

Portrait einer in der Provinz vorkommenden Maurischen Landschildkröte
(Testudo graeca).
Die Spenden in Höhe von insgesamt 10'000 Schweizer Franken der Schildkröten-Interessengemeinschaft
Schweiz SIGS werden verwendet, um die oben beschriebenen Aktivitäten bis spätestens
Januar 2004 umzusetzen. Die Fundación Global Nature stellt die übrigen finanziellen
Ressourcen zur Umsetzung der Aktivitäten zur Verfügung.
2004: Feuersbrunst in Murcia:
Costa Blanca Nachrichten Nr. 1078, 13. August 2004
Festnahme nach Waldbrand
Murcia – efe. Nach dem verheerenden Waldbrand in der Sierra de La Amenara am 2.
August hat die Guardia Civil einen 43-jähreigen Niederländer festgenommen. Der Mann
ist Eigentümer eines Wohnwagens, der im Laufe der Untersuchungen als Brandherd identifiziert
wurde. Dem Brand fielen 238 Hektaren Land zum Opfer. Rund
2'400 Exemplare der Maurischen Landschildkröte sollen
im Feuer umgekommen sein.

Foto: Juan
Luis Castanedo
Costa Blanca Nachrichten – Nr. 1077, 6. August 11.08.2004
Flächenbrand vernichtet Naturschutzgebiet bei Águilas
Von Petra Stamm, Lorca
Es brennt nicht nur in Portugal und Andalusien. Unschätzbaren Schaden hat auch der
Flächenbrand in den Bergen von Purias zwischen Lorca und Águilas angerichtet. Das
Feuer vernichtete in den ersten beiden Augusttagen 250 Hektaren, nach Angaben der
dort tätigen Umweltschutzstiftung Global Nature sogar 500 Hektare Buschland. Auch
Tage nachdem das Feuer gelöscht war, liess die Stadt Lorca die Fläche von Brandschützern
überwachen, damit versteckte Brandherde nicht wieder aufflackerten. Unterdessen
forderte die Vereinigte Linke (IU) eine ständige Brandschutzbrigade.
Ausserdem forderte IU-Sprecher José Antonio Pujante das Verbot von wildem Campen
im Naturschutzgebiet. Das Feuer war durch die Explosion einer Gasflasche ausgebrochen,
die niederländische Camper in ihrem Wohnmobil dabei hatten. Der Wind breitete das
Feuer über die trockenen Büsche so schnell aus, dass 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr,
Zivilschutz, Forstamt, Guardia Civil und Ortspolizei sämtlicher umliegender Städte
zu Hilfe eilen mussten, um es einzudämmen. Ausserdem waren drei Hubschrauber des
Zivilschutzes sowie ein Löschflugzeug aus Albacete im Einsatz. Erst nach 17 Stunden
hatten sie das Feuer in dem Naturschutzgebiet unter Kontrolle.
Es handelt sich um den Lebensraum für seltene Arten wie die Maurische Landschildkröte,
von denen es dort allein 2'000 Exemplare gibt. „Wir haben einige verbrannte Tiere
gefunden“, sagte Juan Luis Castanedo von der Stiftung Global Nature, die den Schaden
in den nächsten Wochen quantifiziert.
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Copyright
2012, SIGS |
Webmaster: Stefan Kundert |
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Veranstaltungshinweise:
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Sektion Bern:
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08.02.2012
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Generalversammlung mit einem bebilderten Rückblick.
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Sektion Ostschweiz:
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17.02.2012
20:00
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Lebensraum und Lebensweise der Griechischen Landschildkröte.
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Wolfgang Wegehaupt, Autor und Schildkrötenexperte
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Restaurant 'Zum alten Bahnhof', Herisauerstr. 32, 9200 Gossau
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IG Schildkrötenfreunde Aargau:
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23.02.2012
20:00
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Ein Volontariat bei den Meeresschildkröten in Costa Rica
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Michèle Lüscher
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Restaurant Seeblick, 5706 Boniswil
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Schildkrötenfreunde Schaffhausen-Winterthur SFSW:
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24.02.2012
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16. Generalversammlung
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Section Estromandie:
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24.02.2012
20:00
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Assemblée générale, Sortie d’hibernation
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Ancienne école, route de la Gare 27, 1786 Sugiez
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Sektion Zürisee:
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24.02.2012
20:00
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Reisevortrag über Costa-Rica, Landschaften und Tiere.
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Bea und Ernst Stübi
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Restaurant Krone, Feldbachstrasse 2, 8634 Hombrechtikon
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Sektion Zentralschweiz:
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29.02.2012
20:00
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Frühlingserwachen der Europäischen Landschildkröten
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Roger Limacher
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Restaurant Waldibrüggli, Waldibrücke, 6032 Emmen
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Schildkrötenfreunde Mittellland:
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01.03.2012
19:30
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Von Kapstadt bis Windhoek.
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Viktor Mislin
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Hotel Krone, Bahnhofstr. 52, 4663 Aarburg
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Details zu den Veranstaltungen...
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